Report Open Access
Massmann, Marlene; Endtricht, Rebecca
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<subfield code="a"><p>Dieser Bericht befasst sich mit den Ergebnissen einer Befragung, die vom Gleichstellungsreferat der Fakult&auml;t Rechtswissenschaft zum Thema &bdquo;Gleichstellung und Diversit&auml;t an der Fakult&auml;t Rechtswissenschaft&ldquo; durchgef&uuml;hrt wurde. Ziel der Befragung war es, Einblicke in die Lebenswelten der Fakult&auml;tsangeh&ouml;rigen zu erhalten, um zu evaluieren, welche Bed&uuml;rfnisse und Problemlagen bestehen.</p>
<p>Die Befragung wurde im Januar und Februar 2024 durchgef&uuml;hrt. Es nahmen 475 Personen aus allen Statusgruppen der Fakult&auml;t (Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiter:innen, Mitarbeiter:innen der Verwaltung und Professor:innen) an der Befragung teil. Dies entspricht 11,3% aller Fakult&auml;tsangeh&ouml;rigen.</p>
<p>In der Befragung wurden vier Themenbereiche abgedeckt<strong>. </strong>Zun&auml;chst wurden Fragen zu<strong> Arbeitsbedingungen und Arbeitsatmosph&auml;re </strong>gestellt, gefolgt von Fragen zu individuellen <strong>Erfahrungen mit Diskriminierung</strong><strong>, Benachteiligung oder unfairer Behandlung</strong> sowie deren Hintergr&uuml;nden und H&auml;ufigkeiten. Der dritte Themenblock beinhaltete Fragen zur <strong>Wahrnehmung von Diversit&auml;t an der Fakult&auml;t</strong>. Im letzten Themenblock wurde die <strong>Wahrnehmung von Beratungs- und Unterst&uuml;tzungsangeboten seitens der Universit&auml;t, der Fakult&auml;t und des Gleichstellungsreferats </strong>evaluiert.</p>
<p><strong>1. Arbeitsbedingungen und Arbeitsatmosph&auml;re</strong></p>
<p>Die allgemeine Arbeitsatmosph&auml;re an der Fakult&auml;t wird von den befragten wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen, Mitarbeiter:innen in der Verwaltung sowie Professor:innen &uuml;berwiegend positiv bewertet. Besonders positiv wird das Verhalten der Mitarbeiter:innen untereinander sowie die Frage nach der Akzeptanz durch andere an der Fakult&auml;t wahrgenommen. Allerdings werden auch Unterschiede zwischen den Statusgruppen deutlich, wobei Mitarbeiter:innen der Verwaltung meist negativere Einsch&auml;tzungen abgeben.</p>
<p>Die Einsch&auml;tzungen von Studierenden im Hinblick auf Arbeitsatmosph&auml;re und Diversit&auml;t in der Lehre f&auml;llt sehr durchmischt aus. Die allgemeine Atmosph&auml;re an der Fakult&auml;t wird von Studierenden hingegen &uuml;berwiegend positiv wahrgenommen.</p>
<p>Nur wenige Studierende, aber mehr als ein Drittel der Mitarbeiter:innen geben an, Kinder zu haben. Auch &uuml;bernehmen einige Befragte zus&auml;tzliche Pflege- oder Betreuungsaufgaben neben der Arbeit. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird unter den Mitarbeiter:innen mit einigen Ausnahmen positiv wahrgenommen. Im Vergleich dazu gibt es in der Statusgruppe der Studierenden negativere Bewertungen in Bezug auf die Vereinbarkeit von Pflege- und Betreuungsaufgaben mit dem Studium.</p>
<p><strong>2. Erfahrungen mit Diskriminierung </strong></p>
<p>Die Ergebnisse zum Thema Diskriminierungserfahrungen und zur Frage der Wahrnehmung von Meldeprozessen machen deutlich, dass Diskriminierungserfahrungen keine Einzelf&auml;lle sind. Sie treten gleicherma&szlig;en bei Studierenden wie bei Besch&auml;ftigten der Fakult&auml;t auf und erstrecken sich &uuml;ber eine gro&szlig;e Bandbreite an Bezugs- und Ausgangspunkten, Arten und Kontexten. Die h&auml;ufigsten Nennungen betreffen hierbei sexistische und stereotypisierende &Auml;u&szlig;erungen und Darstellungen im Kontext von Lehrveranstaltungen, von denen vor allem weibliche Studierende und Personen mit einer bestimmten (zugeschriebenen) ethnischen Herkunft betroffen sind. Aber auch Diskriminierung am Arbeitsplatz und durch Verwaltungsvorg&auml;nge sind keine Seltenheit. Die betroffenen Befragten berichten &uuml;berwiegend von einem eher passiven, vermeidenden Umgang mit solchen Erlebnissen. Wenige Befragte wissen, welche Anlaufstellen es gibt und wie ein Meldeprozess verlaufen w&uuml;rde.</p>
<p>Mitarbeitende mit Beeintr&auml;chtigung bewerten ihr Arbeitsumfeld in dieser Hinsicht &uuml;berwiegend positiv. Im Gegensatz dazu werden die Studienbedingungen und -atmosph&auml;re hinsichtlich einer Beeintr&auml;chtigung oder Behinderung bei Studierenden eher negativ wahrgenommen. Auch hier konnte ein weites Feld von Verbesserungspotenzialen ausgemacht werden.</p>
<p><strong>3. Wahrnehmung von Diversit&auml;t an der Fakult&auml;t</strong></p>
<p>Die Ziele und Bem&uuml;hungen der Fakult&auml;t in Bezug auf Geschlechtergleichstellung werden &uuml;berwiegend positiv wahrgenommen. Auch glauben drei Viertel der Befragten, dass an der Fakult&auml;t etwas gegen diesbez&uuml;gliche Ungleichheiten bzw. Ungleichbehandlungen unternommen wird. Die Wahrnehmung von Diversit&auml;t an der Fakult&auml;t f&auml;llt ebenfalls eher positiv aus. Ein Gro&szlig;teil der Teilnehmer:innen spricht sich f&uuml;r die Verwendung von diskriminierungsarmer Sprache im universit&auml;ren Kontext aus.</p>
<p>Die von den Teilnehmer:innen vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen f&uuml;r Diversit&auml;tsbem&uuml;hungen betreffen vor allem den Bereich <em>aktive Inklusion in der Lehre und durch Lehrende</em>. Kritik und W&uuml;nsche beziehen sich auf Stereotype bzw. klischeehafte Darstellungen aus den Ausbildungsf&auml;llen, die ver&auml;ndert werden sollten, um diskriminierungsarme Lehrmaterialien zu schaffen. H&auml;ufig wird zudem der Wunsch nach <em>Schulungen f&uuml;r Lehrpersonen</em> ge&auml;u&szlig;ert, da sich diese in der Wahrnehmung der Befragten ihrer diskriminierenden &Auml;u&szlig;erungen nicht bewusst zu sein scheinen.</p>
<p><strong>4. Wahrnehmung von Beratungs- und Unterst&uuml;tzungsangeboten</strong></p>
<p>Die Beratungs- und Unterst&uuml;tzungsangebote der Universit&auml;t, die fakult&auml;ts&uuml;bergreifend in Anspruch genommen werden k&ouml;nnen (z.B. Nachteilsausgleich, psychologische Beratung, Schwerbehindertenvertretung), sind in sehr unterschiedlichem Ma&szlig; bekannt, wobei die&nbsp; Schwerbehindertenvertretung und die Beauftragte f&uuml;r die Belange von Studierenden mit Behinderungen den geringsten Bekanntheitsgrad aufweisen. Auch die meisten Unterst&uuml;tzungsangebote der Fakult&auml;t (z.B. Wickelgelegenheiten, Tampon- und Bindenspender (TuBs)) sind der Mehrheit der Befragten nicht bekannt. Das Veranstaltungsangebot des Gleichstellungsreferats kennen insgesamt etwas weniger als der H&auml;lfte der Befragten.</p>
<p>Zum Thema Gender, Diversity und Inklusion w&uuml;nscht sich mehr als ein Drittel der Befragten erneut interne Schulungen bzw. Fortbildungen f&uuml;r Lehrende. Jeweils ein Drittel der Befragten gab dar&uuml;ber hinaus an, sich Vortr&auml;ge bzw. Workshops zum Thema Gender, Diversity und Inklusion zu w&uuml;nschen. Insgesamt spiegeln die Kommentare den Wunsch nach Sensibilisierung und transparentem Umgang mit Diversit&auml;tsthemen wider.</p>
<p>Auf Basis dieser und weiterer Ergebnisse werden in diesem Bericht abschlie&szlig;end m&ouml;gliche Ma&szlig;nahmen aufgezeigt, die an den Beschreibungen, den W&uuml;nschen und der Kritik der Befragten ansetzen. Diese beziehen sich auf f&uuml;nf Bereiche: 1) Veranstaltungsangebote, 2) Verbesserung von Meldeprozessen von Diskriminierungserfahrungen, 3) Barrierefreiheit und (bauliche) Integration an der Fakult&auml;t, 4) Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Pflegeaufgaben und 5) Beratungsangebote. Die beschriebenen Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnen sowohl durch das Gleichstellungsreferat als auch andere Akteure der Fakult&auml;t bzw. der Universit&auml;t umgesetzt werden, um die Wahrnehmung von Gleichstellung und Diversit&auml;t l&auml;ngerfristig zu verbessern.</p></subfield>
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