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Dynamiken der Selbstjustiz: Muslimfeindlichkeit, rechte Narrative und Straflust als Treiber von Vigilantismus

Wendt, Nele; Endtricht, Rebecca


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      <creatorName>Wendt, Nele</creatorName>
      <affiliation>Universität Hamburg</affiliation>
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      <creatorName>Endtricht, Rebecca</creatorName>
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    <title>Dynamiken der Selbstjustiz: Muslimfeindlichkeit, rechte Narrative und Straflust als Treiber von Vigilantismus</title>
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  <publisher>Universität Hamburg</publisher>
  <publicationYear>2025</publicationYear>
  <subjects>
    <subject>Vigilantismus</subject>
    <subject>Muslimfeindlichkeit</subject>
    <subject>AfD</subject>
    <subject>Punitivität</subject>
    <subject>Kriminalitätsfurcht</subject>
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    <date dateType="Issued">2025-01-24</date>
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  <resourceType resourceTypeGeneral="Text">Report</resourceType>
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    <alternateIdentifier alternateIdentifierType="url">https://www.fdr.uni-hamburg.de/record/16701</alternateIdentifier>
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    <rights rightsURI="info:eu-repo/semantics/openAccess">Open Access</rights>
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    <description descriptionType="Abstract">&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Als Vigilantismus wird eine stark ausgepr&amp;auml;gte Einstellung bezeichnet, die u.a. die Bereitschaft zu Selbstjustiz und das nachdr&amp;uuml;ckliche Interesse an Kontrolle und Bestrafung bestimmter Gruppen beinhaltet. Im Zusammenhang mit &amp;ouml;ffentlichkeitswirksam dargestellten sicherheitsrelevanten Vorkommnissen sind immer wieder &amp;Auml;u&amp;szlig;erungen in diese Richtung zu verzeichnen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Vigilantismus bezieht sich h&amp;auml;ufig auf Migrant*innen bzw. Angeh&amp;ouml;rige von Fremdgruppen, darunter insbesondere m&amp;auml;nnliche Muslime, als vermeintliche Bedrohung der &amp;ouml;ffentlichen Sicherheit.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die Wahrnehmung von Migrant*innen als kriminell bzw. als Kriminalit&amp;auml;tsrisiko h&amp;auml;ngt nach bislang verf&amp;uuml;gbaren Forschungsbefunden mit allgemeiner Kriminalit&amp;auml;tsfurcht sowie Punitivit&amp;auml;t zusammen. Sie ist ferner im Falle politisch rechter Einstellungen sowie bei Vorliegen muslimfeindlicher Vorurteile h&amp;auml;ufiger zu finden.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Diese Zusammenh&amp;auml;nge wurden anhand von Daten aus einer standardisierten Befragung einer Stichprobe der erwachsenen Wohnbev&amp;ouml;lkerung Deutschlands empirisch &amp;uuml;berpr&amp;uuml;ft.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die Erhebungen wurden im Rahmen eines studentischen Forschungsprojektes im Sommer 2023 konzipiert und durchgef&amp;uuml;hrt. Mehr als 2.000 Personen nahmen an dieser Studie teil.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Zur Messung vigilanter Einstellungen wurde eine neue Skala entwickelt, die drei Aussagen mit Bezug zu Selbstjustiz, Rache und Sicherheitsbed&amp;uuml;rfnis enth&amp;auml;lt.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Im Ergebnis zeigt sich, dass 69% der Befragten glauben, die Polizei gehe nicht hart genug gegen Straft&amp;auml;ter vor. Vigilante Einstellungen vertreten 21% bis 43% der Befragten. Die Zustimmung zu den Aussagen liegt bei Personen, die die AfD pr&amp;auml;ferieren, mit 72% bis 87% deutlich dar&amp;uuml;ber.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Multivariate Analysen machen dar&amp;uuml;ber hinaus deutlich, dass AfD-Pr&amp;auml;ferenz, Muslimfeindlichkeit, Punitivit&amp;auml;t und Kriminalit&amp;auml;tsfurcht vigilante Einstellungen signifikant erh&amp;ouml;hen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der Bef&amp;uuml;rwortung von Gewalt gegen Migrant*innen sowie Abschiebeforderungen seitens des konservativen und rechten politischen Spektrums diskutiert.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;</description>
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