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Dynamiken der Selbstjustiz: Muslimfeindlichkeit, rechte Narrative und Straflust als Treiber von Vigilantismus

Wendt, Nele; Endtricht, Rebecca


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{"@context":"https://schema.org/","@id":"http://doi.org/10.25592/uhhfdm.16701","@type":"ScholarlyArticle","creator":[{"@type":"Person","affiliation":"Universit\u00e4t Hamburg","name":"Wendt, Nele"},{"@type":"Person","affiliation":"Universit\u00e4t Hamburg","name":"Endtricht, Rebecca"}],"datePublished":"2025-01-24","description":"<ul>\n\t<li>Als Vigilantismus wird eine stark ausgepr&auml;gte Einstellung bezeichnet, die u.a. die Bereitschaft zu Selbstjustiz und das nachdr&uuml;ckliche Interesse an Kontrolle und Bestrafung bestimmter Gruppen beinhaltet. Im Zusammenhang mit &ouml;ffentlichkeitswirksam dargestellten sicherheitsrelevanten Vorkommnissen sind immer wieder &Auml;u&szlig;erungen in diese Richtung zu verzeichnen.</li>\n\t<li>Vigilantismus bezieht sich h&auml;ufig auf Migrant*innen bzw. Angeh&ouml;rige von Fremdgruppen, darunter insbesondere m&auml;nnliche Muslime, als vermeintliche Bedrohung der &ouml;ffentlichen Sicherheit.</li>\n\t<li>Die Wahrnehmung von Migrant*innen als kriminell bzw. als Kriminalit&auml;tsrisiko h&auml;ngt nach bislang verf&uuml;gbaren Forschungsbefunden mit allgemeiner Kriminalit&auml;tsfurcht sowie Punitivit&auml;t zusammen. Sie ist ferner im Falle politisch rechter Einstellungen sowie bei Vorliegen muslimfeindlicher Vorurteile h&auml;ufiger zu finden.</li>\n\t<li>Diese Zusammenh&auml;nge wurden anhand von Daten aus einer standardisierten Befragung einer Stichprobe der erwachsenen Wohnbev&ouml;lkerung Deutschlands empirisch &uuml;berpr&uuml;ft.</li>\n\t<li>Die Erhebungen wurden im Rahmen eines studentischen Forschungsprojektes im Sommer 2023 konzipiert und durchgef&uuml;hrt. Mehr als 2.000 Personen nahmen an dieser Studie teil.</li>\n\t<li>Zur Messung vigilanter Einstellungen wurde eine neue Skala entwickelt, die drei Aussagen mit Bezug zu Selbstjustiz, Rache und Sicherheitsbed&uuml;rfnis enth&auml;lt.</li>\n\t<li>Im Ergebnis zeigt sich, dass 69% der Befragten glauben, die Polizei gehe nicht hart genug gegen Straft&auml;ter vor. Vigilante Einstellungen vertreten 21% bis 43% der Befragten. Die Zustimmung zu den Aussagen liegt bei Personen, die die AfD pr&auml;ferieren, mit 72% bis 87% deutlich dar&uuml;ber.</li>\n\t<li>Multivariate Analysen machen dar&uuml;ber hinaus deutlich, dass AfD-Pr&auml;ferenz, Muslimfeindlichkeit, Punitivit&auml;t und Kriminalit&auml;tsfurcht vigilante Einstellungen signifikant erh&ouml;hen.</li>\n\t<li>Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der Bef&uuml;rwortung von Gewalt gegen Migrant*innen sowie Abschiebeforderungen seitens des konservativen und rechten politischen Spektrums diskutiert.</li>\n</ul>","headline":"Dynamiken der Selbstjustiz: Muslimfeindlichkeit, rechte Narrative und Straflust als Treiber von Vigilantismus","identifier":"http://doi.org/10.25592/uhhfdm.16701","image":"https://zenodo.org/static/img/logos/zenodo-gradient-round.svg","keywords":["Vigilantismus","Muslimfeindlichkeit","AfD","Punitivit\u00e4t","Kriminalit\u00e4tsfurcht"],"license":"https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode","name":"Dynamiken der Selbstjustiz: Muslimfeindlichkeit, rechte Narrative und Straflust als Treiber von Vigilantismus","url":"https://www.fdr.uni-hamburg.de/record/16701"}

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