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Transkripte der Jugendverbandsstudie. Zur kompensatorischen Bedeutung von Jugendverbänden als Bildungsorte

Grotlüschen, Anke


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  <identifier identifierType="DOI">10.25592/uhhfdm.11179</identifier>
  <creators>
    <creator>
      <creatorName>Grotlüschen, Anke</creatorName>
      <nameIdentifier nameIdentifierScheme="ORCID" schemeURI="http://orcid.org/">0000-0003-3072-1741</nameIdentifier>
      <affiliation>Universität Hamburg, Fakultät Erziehungswissenschaft, Arbeitsbereich Lebenslanges Lernen</affiliation>
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    <title>Transkripte der Jugendverbandsstudie. Zur kompensatorischen Bedeutung von Jugendverbänden als Bildungsorte</title>
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  <publisher>Universität Hamburg</publisher>
  <publicationYear>2022</publicationYear>
  <subjects>
    <subject>jugendverband</subject>
    <subject>jugendarbeit</subject>
    <subject>ew</subject>
    <subject>erziehungswissenschaft</subject>
  </subjects>
  <dates>
    <date dateType="Issued">2022-12-12</date>
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  <language>de</language>
  <resourceType resourceTypeGeneral="Dataset"/>
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    <alternateIdentifier alternateIdentifierType="url">https://www.fdr.uni-hamburg.de/record/11179</alternateIdentifier>
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    <relatedIdentifier relatedIdentifierType="DOI" relationType="IsReferencedBy">10.2314/GBV:870170090</relatedIdentifier>
    <relatedIdentifier relatedIdentifierType="DOI" relationType="IsPartOf">10.25592/uhhfdm.11178</relatedIdentifier>
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    <rights rightsURI="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode">Creative Commons Attribution 4.0 International</rights>
    <rights rightsURI="info:eu-repo/semantics/openAccess">Open Access</rights>
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  <descriptions>
    <description descriptionType="Abstract">&lt;p&gt;Dieses Datenset beinhaltet die anonymisierten Transkripte der Interviews, welche innerhalb des Jugendverbandsprojekts gef&amp;uuml;hrt wurden.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;strong&gt;Projektbeschreibung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Familie, Schule, Medien und Peers sind oft Gegenstand der Ungleichheitsforschung. Doch auch die scheinbare sozialisatorische Nische &amp;sbquo;Jugendverband&amp;lsquo; zeigt sich bei n&amp;auml;herem Hinsehen als breites Feld: Jugendverb&amp;auml;nde organisieren &amp;uuml;ber 40% der Jugendlichen in Deutschland und 22% der Jugendlichen &amp;uuml;bernehmen ein Ehrenamt. Jugendverb&amp;auml;nde stellen einen bedeutsamen Teil non-formaler Bildungssettings dar. Die Engagementforschung zeigt, dass in non-formalen Settings umfangreiche Kompetenzen erworben werden k&amp;ouml;nnen, die auch Auswirkungen auf den formalen Bildungsverlauf haben. Auch wenn Jugendverb&amp;auml;nde formal allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gleicherma&amp;szlig;en zug&amp;auml;nglich sind, werden sie ungleich genutzt und reproduzieren so auch soziale Ungleichheit &amp;ndash; eine nur formale Gleichheit bei informeller Ungleichheit. Offen ist allerdings, wie diese Ein- und Ausschlie&amp;szlig;ungsprozesse verlaufen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unsere These ist, dass es &amp;sbquo;verbandstypische Orientierungen&amp;lsquo; gibt, die bestimmten sozialen Gruppen n&amp;auml;her stehen und wodurch andere Gruppen tendenziell ausgeschlossen werden. Diese sollen in einem ersten Schritt anhand von unterschiedlichen Jugendverb&amp;auml;nden herausgearbeitet werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Des Weiteren besteht die Annahme, dass &amp;auml;ltere Jugendliche und Erwachsene in Jugendverb&amp;auml;nden &amp;auml;hnliche Einfl&amp;uuml;sse auf die Ein&amp;uuml;bung und Einf&amp;uuml;hrung in bestimmte Verhaltensweisen und Werteorientierungen haben k&amp;ouml;nnen wie das Elternhaus. Demnach w&amp;uuml;rden Jugendliche profitieren von Erwachsenen, die unbemerkt und oft unabsichtlich als &amp;sbquo;Zieh-Eltern&amp;lsquo; in ihr Leben treten. Uns interessiert hierbei, inwiefern solche intergenerationalen Beziehungen eine wichtige Rolle beim Gelingen untypischer Bildungsverl&amp;auml;ufe trotz &amp;sbquo;riskanter&amp;lsquo; Ausgangslage spielen k&amp;ouml;nnen. Jugendverb&amp;auml;nde k&amp;ouml;nnten demnach einen Beitrag dazu leisten, die kulturelle Distanz zwischen Herkunftsfamilie und formellem Bildungswesen zu verringern und damit einen Rahmen darstellen, in dem speziell Jugendliche aus &amp;bdquo;schulbildungsfernen&amp;ldquo; Milieus die M&amp;ouml;glichkeit erhalten, einen st&amp;auml;rker &amp;bdquo;schulbildungsaffinen Habitus&amp;ldquo; zu erwerben und einzu&amp;uuml;ben, der ihnen also im formalen Bildungswesen zu &amp;bdquo;Erfolg&amp;ldquo; verhilft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unsere Fragestellung zielt damit einerseits darauf, Selektionsprozesse in Jugendverb&amp;auml;nden nachzuvollziehen und zu erkl&amp;auml;ren und andererseits zu fragen, inwiefern Jugendverb&amp;auml;nde kompensatorisch zu Chancengerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe beitragen (k&amp;ouml;nnen).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Forschungsdesign&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit der Methode der Gruppenwerkstatt, einem erweiterten Gruppendiskussionsverfahren, erheben wir die &amp;sbquo;verbandstypischen Orientierungen&amp;lsquo; kontrastiv ausgew&amp;auml;hlter Jugendverb&amp;auml;nde. Diese Werkst&amp;auml;tten mit in Verb&amp;auml;nden engagierten Jugendlichen werden transkribiert und anschlie&amp;szlig;end habitushermeneutisch ausgewertet. In einer weiteren Untersuchungsphase sollen mit Hilfe von Interviews die F&amp;ouml;rderbeziehungen innerhalb dieser Verb&amp;auml;nde untersucht werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sample&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jugendverb&amp;auml;nde aus folgenden Bereichen sollen Ber&amp;uuml;cksichtigung finden:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Pfadfinderinnen und Pfadfinder&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Jugendverband aus der Arbeiter-Tradition&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Jugendverband einer Hilfsorganisation&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Jugendverband aus einer l&amp;auml;ndlich-b&amp;auml;uerischen Tradition&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Fu&amp;szlig;ballfanclub (Jugendliche in einem Zusammenschluss ohne ausgepr&amp;auml;gte Verbandsstruktur)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Projektleitung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href="https://www.ew.uni-hamburg.de/ueber-die-fakultaet/personen/grotlueschen.html"&gt;Prof. Dr. Anke Grotl&amp;uuml;schen&lt;/a&gt; (Standort Hamburg)&lt;br&gt;
Prof. Dr. Helmut Bremer (Standort Duisburg-Essen)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;MitarbeiterInnen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href="https://www.ew.uni-hamburg.de/einrichtungen/ew3/erwachsenenbildung-und-lebenslanges-lernen/projekte/abgeschlossene-projekte/jugendverband.html#__target_object_not_reachable"&gt;Dr. Wibke Riekmann&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://www.ew.uni-hamburg.de/einrichtungen/ew3/erwachsenenbildung-und-lebenslanges-lernen/projekte/abgeschlossene-projekte/jugendverband.html#__target_object_not_reachable"&gt;Alf-Tomas Epstein&lt;/a&gt; (Standort Hamburg)&lt;br&gt;
Mark Kleemann-G&amp;ouml;hring (Standort Duisburg-Essen)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Laufzeit&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;September 2012 bis August 2015&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Partner&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Universit&amp;auml;t Duisburg-Essen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href="https://www.ew.uni-hamburg.de/einrichtungen/ew3/erwachsenenbildung-und-lebenslanges-lernen/projekte/abgeschlossene-projekte/jugendverband.html"&gt;Jugendverbandsstudie: Fakult&amp;auml;t Erziehungswissenschaft: Universit&amp;auml;t Hamburg&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Ver&amp;ouml;ffentlicht sind eine Reihe von Teilaspekten der Befunde (Bremer &amp;amp;amp; Kleemann-G&amp;ouml;hring, 2015; Epstein, 2015a, 2015b; Grotl&amp;uuml;schen, 2017; Grotl&amp;uuml;schen &amp;amp;amp; Epstein, 2014; Kleemann-G&amp;ouml;hring &amp;amp;amp; Epstein, 2016)&lt;/p&gt;</description>
    <description descriptionType="Other">{"references": ["Bremer, H. &amp; Kleemann-G\u00f6hring, M. (2015). Jugendverb\u00e4nde als Bildungsorte im \"Feld des \u00dcbergangs\". In H. P\u00e4tzold, S. Schmidt-Lauff &amp; H. von Felden (Hrsg.), Schriftenreihe der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Erziehungswissenschaft (DGfE). Transitionen in der Erwachsenenbildung: Gesellschaftliche, institutionelle und individuelle \u00dcberg\u00e4nge (1. Aufl., S. 289\u2013301). Verlag Barbara Budrich.", "Epstein, A.\u2011T [Alf-Tomas]. (2015a). Interessegenese bei Engagierten in Jugendverb\u00e4nden. In A. Grotl\u00fcschen &amp; D. Zimper (Hrsg.), Alphabetisierung und Grundbildung: Bd. 11. Literalit\u00e4ts- und Grundlagenforschung (1. Aufl., S. 343\u2013354). Waxmann.", "Epstein, A.\u2011T [Alf-Tomas]. (2015b). Interessegenese, Weitergabe von Verbandserbe und F\u00f6rderprozesse in Jugendverb\u00e4nden als Beitr\u00e4ge zur \u00dcbergangsgestaltung. In H. P\u00e4tzold, S. Schmidt-Lauff &amp; H. von Felden (Hrsg.), Schriftenreihe der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Erziehungswissenschaft (DGfE). Transitionen in der Erwachsenenbildung: Gesellschaftliche, institutionelle und individuelle \u00dcberg\u00e4nge (1. Aufl., S. 277\u2013288). Verlag Barbara Budrich.", "Grotl\u00fcschen, A. (2017). Lagerfeuer und L\u00f6schangriff, Kothe und Feldbett: \u00dcber das Lernen in Generationenfolgen ehrenamtlichen Engagements. In O. D\u00f6rner, C. Iller, H. P\u00e4tzold, J. Franz &amp; B. Schmidt-Hertha (Hrsg.), Biografie - Lebenslauf - Generation: Perspektiven der Erwachsenenbildung (1. Aufl., S. 75\u201388). Verlag Barbara Budrich.", "Grotl\u00fcschen, A. &amp; Epstein, A.\u2011T [Alf-Thomas] (2014). Wo die eigenen Interessen wohnen. Untersuchung zur Interessengenese. Weiterbildung(1), 16\u201319.", "Kleemann-G\u00f6hring, M. &amp; Epstein, A.\u2011T [Alf-Tomas]. (2016). Lernort Jugendverband \u2013 Einblicke in soziale Praktiken non-formalen und informellen Lernens vor dem Hintergrund milieuspezifischer Verbandskulturen. In Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (Hg.) - Zweite Tagung Bildungsforschung 2020 (1\u201317)."]}</description>
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