Dataset Open Access
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<subfield code="a">Transkripte der Jugendverbandsstudie. Zur kompensatorischen Bedeutung von Jugendverbänden als Bildungsorte</subfield>
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<subfield code="a">Grotlüschen, Anke</subfield>
<subfield code="u">Universität Hamburg, Fakultät Erziehungswissenschaft, Arbeitsbereich Lebenslanges Lernen</subfield>
<subfield code="0">(orcid)0000-0003-3072-1741</subfield>
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<subfield code="x">Bremer, H. & Kleemann-Göhring, M. (2015). Jugendverbände als Bildungsorte im "Feld des Übergangs". In H. Pätzold, S. Schmidt-Lauff & H. von Felden (Hrsg.), Schriftenreihe der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Transitionen in der Erwachsenenbildung: Gesellschaftliche, institutionelle und individuelle Übergänge (1. Aufl., S. 289–301). Verlag Barbara Budrich.</subfield>
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<subfield code="x">Epstein, A.‑T [Alf-Tomas]. (2015a). Interessegenese bei Engagierten in Jugendverbänden. In A. Grotlüschen & D. Zimper (Hrsg.), Alphabetisierung und Grundbildung: Bd. 11. Literalitäts- und Grundlagenforschung (1. Aufl., S. 343–354). Waxmann.</subfield>
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<subfield code="x">Epstein, A.‑T [Alf-Tomas]. (2015b). Interessegenese, Weitergabe von Verbandserbe und Förderprozesse in Jugendverbänden als Beiträge zur Übergangsgestaltung. In H. Pätzold, S. Schmidt-Lauff & H. von Felden (Hrsg.), Schriftenreihe der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Transitionen in der Erwachsenenbildung: Gesellschaftliche, institutionelle und individuelle Übergänge (1. Aufl., S. 277–288). Verlag Barbara Budrich.</subfield>
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<subfield code="x">Grotlüschen, A. (2017). Lagerfeuer und Löschangriff, Kothe und Feldbett: Über das Lernen in Generationenfolgen ehrenamtlichen Engagements. In O. Dörner, C. Iller, H. Pätzold, J. Franz & B. Schmidt-Hertha (Hrsg.), Biografie - Lebenslauf - Generation: Perspektiven der Erwachsenenbildung (1. Aufl., S. 75–88). Verlag Barbara Budrich.</subfield>
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<subfield code="x">Grotlüschen, A. & Epstein, A.‑T [Alf-Thomas] (2014). Wo die eigenen Interessen wohnen. Untersuchung zur Interessengenese. Weiterbildung(1), 16–19.</subfield>
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<subfield code="x">Kleemann-Göhring, M. & Epstein, A.‑T [Alf-Tomas]. (2016). Lernort Jugendverband – Einblicke in soziale Praktiken non-formalen und informellen Lernens vor dem Hintergrund milieuspezifischer Verbandskulturen. In Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hg.) - Zweite Tagung Bildungsforschung 2020 (1–17).</subfield>
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<subfield code="a"><p>Dieses Datenset beinhaltet die anonymisierten Transkripte der Interviews, welche innerhalb des Jugendverbandsprojekts gef&uuml;hrt wurden.<br>
<br>
<strong>Projektbeschreibung</strong></p>
<p>Familie, Schule, Medien und Peers sind oft Gegenstand der Ungleichheitsforschung. Doch auch die scheinbare sozialisatorische Nische &sbquo;Jugendverband&lsquo; zeigt sich bei n&auml;herem Hinsehen als breites Feld: Jugendverb&auml;nde organisieren &uuml;ber 40% der Jugendlichen in Deutschland und 22% der Jugendlichen &uuml;bernehmen ein Ehrenamt. Jugendverb&auml;nde stellen einen bedeutsamen Teil non-formaler Bildungssettings dar. Die Engagementforschung zeigt, dass in non-formalen Settings umfangreiche Kompetenzen erworben werden k&ouml;nnen, die auch Auswirkungen auf den formalen Bildungsverlauf haben. Auch wenn Jugendverb&auml;nde formal allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gleicherma&szlig;en zug&auml;nglich sind, werden sie ungleich genutzt und reproduzieren so auch soziale Ungleichheit &ndash; eine nur formale Gleichheit bei informeller Ungleichheit. Offen ist allerdings, wie diese Ein- und Ausschlie&szlig;ungsprozesse verlaufen.</p>
<p>Unsere These ist, dass es &sbquo;verbandstypische Orientierungen&lsquo; gibt, die bestimmten sozialen Gruppen n&auml;her stehen und wodurch andere Gruppen tendenziell ausgeschlossen werden. Diese sollen in einem ersten Schritt anhand von unterschiedlichen Jugendverb&auml;nden herausgearbeitet werden.</p>
<p>Des Weiteren besteht die Annahme, dass &auml;ltere Jugendliche und Erwachsene in Jugendverb&auml;nden &auml;hnliche Einfl&uuml;sse auf die Ein&uuml;bung und Einf&uuml;hrung in bestimmte Verhaltensweisen und Werteorientierungen haben k&ouml;nnen wie das Elternhaus. Demnach w&uuml;rden Jugendliche profitieren von Erwachsenen, die unbemerkt und oft unabsichtlich als &sbquo;Zieh-Eltern&lsquo; in ihr Leben treten. Uns interessiert hierbei, inwiefern solche intergenerationalen Beziehungen eine wichtige Rolle beim Gelingen untypischer Bildungsverl&auml;ufe trotz &sbquo;riskanter&lsquo; Ausgangslage spielen k&ouml;nnen. Jugendverb&auml;nde k&ouml;nnten demnach einen Beitrag dazu leisten, die kulturelle Distanz zwischen Herkunftsfamilie und formellem Bildungswesen zu verringern und damit einen Rahmen darstellen, in dem speziell Jugendliche aus &bdquo;schulbildungsfernen&ldquo; Milieus die M&ouml;glichkeit erhalten, einen st&auml;rker &bdquo;schulbildungsaffinen Habitus&ldquo; zu erwerben und einzu&uuml;ben, der ihnen also im formalen Bildungswesen zu &bdquo;Erfolg&ldquo; verhilft.</p>
<p>Unsere Fragestellung zielt damit einerseits darauf, Selektionsprozesse in Jugendverb&auml;nden nachzuvollziehen und zu erkl&auml;ren und andererseits zu fragen, inwiefern Jugendverb&auml;nde kompensatorisch zu Chancengerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe beitragen (k&ouml;nnen).</p>
<p><strong>Forschungsdesign</strong></p>
<p>Mit der Methode der Gruppenwerkstatt, einem erweiterten Gruppendiskussionsverfahren, erheben wir die &sbquo;verbandstypischen Orientierungen&lsquo; kontrastiv ausgew&auml;hlter Jugendverb&auml;nde. Diese Werkst&auml;tten mit in Verb&auml;nden engagierten Jugendlichen werden transkribiert und anschlie&szlig;end habitushermeneutisch ausgewertet. In einer weiteren Untersuchungsphase sollen mit Hilfe von Interviews die F&ouml;rderbeziehungen innerhalb dieser Verb&auml;nde untersucht werden.</p>
<p><strong>Sample</strong></p>
<p>Jugendverb&auml;nde aus folgenden Bereichen sollen Ber&uuml;cksichtigung finden:</p>
<ul>
<li>Pfadfinderinnen und Pfadfinder</li>
<li>Jugendverband aus der Arbeiter-Tradition</li>
<li>Jugendverband einer Hilfsorganisation</li>
<li>Jugendverband aus einer l&auml;ndlich-b&auml;uerischen Tradition</li>
<li>Fu&szlig;ballfanclub (Jugendliche in einem Zusammenschluss ohne ausgepr&auml;gte Verbandsstruktur)</li>
</ul>
<p><strong>Projektleitung</strong></p>
<p><a href="https://www.ew.uni-hamburg.de/ueber-die-fakultaet/personen/grotlueschen.html">Prof. Dr. Anke Grotl&uuml;schen</a> (Standort Hamburg)<br>
Prof. Dr. Helmut Bremer (Standort Duisburg-Essen)</p>
<p><strong>MitarbeiterInnen</strong></p>
<p><a href="https://www.ew.uni-hamburg.de/einrichtungen/ew3/erwachsenenbildung-und-lebenslanges-lernen/projekte/abgeschlossene-projekte/jugendverband.html#__target_object_not_reachable">Dr. Wibke Riekmann</a>, <a href="https://www.ew.uni-hamburg.de/einrichtungen/ew3/erwachsenenbildung-und-lebenslanges-lernen/projekte/abgeschlossene-projekte/jugendverband.html#__target_object_not_reachable">Alf-Tomas Epstein</a> (Standort Hamburg)<br>
Mark Kleemann-G&ouml;hring (Standort Duisburg-Essen)</p>
<p><strong>Laufzeit</strong></p>
<p>September 2012 bis August 2015</p>
<p><strong>Partner</strong></p>
<p>Universit&auml;t Duisburg-Essen</p>
<p><a href="https://www.ew.uni-hamburg.de/einrichtungen/ew3/erwachsenenbildung-und-lebenslanges-lernen/projekte/abgeschlossene-projekte/jugendverband.html">Jugendverbandsstudie: Fakult&auml;t Erziehungswissenschaft: Universit&auml;t Hamburg</a><br>
<br>
Ver&ouml;ffentlicht sind eine Reihe von Teilaspekten der Befunde (Bremer &amp;amp; Kleemann-G&ouml;hring, 2015; Epstein, 2015a, 2015b; Grotl&uuml;schen, 2017; Grotl&uuml;schen &amp;amp; Epstein, 2014; Kleemann-G&ouml;hring &amp;amp; Epstein, 2016)</p></subfield>
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<subfield code="a">Creative Commons Attribution 4.0 International</subfield>
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