Presentation Open Access
Fischer, Jannik M. K.;
Farren, Diego
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<creatorName>Fischer, Jannik M. K.</creatorName>
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<affiliation>Universität Hamburg</affiliation>
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<creatorName>Farren, Diego</creatorName>
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<affiliation>GIGA Institute Hamburg</affiliation>
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<title>Modernisierungsverlierer, Postdemokratie oder Cultural Backlash? Ein integrativer Ansatz drei konkurrierender Thesen zur Erklärung der Wahlpräferenz zugunsten der AfD</title>
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<publisher>Universität Hamburg</publisher>
<publicationYear>2026</publicationYear>
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<subject>rechtspopulismus</subject>
<subject>cultural backlash</subject>
<subject>postdemokratie</subject>
<subject>modernisierungsverlierer</subject>
<subject>wahlverhalten</subject>
<subject>survey</subject>
<subject>motra</subject>
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<dates>
<date dateType="Issued">2026-03-09</date>
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<resourceType resourceTypeGeneral="Text">Presentation</resourceType>
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<alternateIdentifier alternateIdentifierType="url">https://www.fdr.uni-hamburg.de/record/18460</alternateIdentifier>
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<rights rightsURI="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode">Creative Commons Attribution 4.0 International</rights>
<rights rightsURI="info:eu-repo/semantics/openAccess">Open Access</rights>
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<description descriptionType="Abstract"><p>Der rechtsautorit&auml;re Populismus ist mittlerweile eine feste Gr&ouml;&szlig;e in den politischen Systemen Europas geworden. Im Falle Deutschlands feiert mit der AfD eine besonders radikale Vertreterin dieses Ph&auml;nomens zunehmend Wahlerfolge von der kommunalen bis zur Bundesebene &ndash; trotz aller Kontroversen und der Einstufung mehrerer Landesverb&auml;nde und des Bundesverbands als &bdquo;gesichert rechtsextrem&ldquo; durch die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden des Verfassungsschutzes.&nbsp;<br>
Als Erkl&auml;rungsans&auml;tze f&uuml;r die Erfolge rechtspopulistischer Parteien in westlichen Demokratien werden vornehmlich drei Hypothesen angef&uuml;hrt: die der Modernisierungsverlierer, der Postdemokratie und des Cultural Backlash. Die Hypothese der Modernisierungsverlierer besagt, dass der objektive und subjektive sozio&ouml;konomische Status die wichtigsten Erkl&auml;rungsfaktoren f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung rechtspopulistischer Akteure sind. Die Hypothese der Postdemokratie besagt, dass eine wachsende Entfremdung zwischen politischen Eliten und den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern sowie die Aush&ouml;hlung demokratischer Normen der zentrale bedingende Faktor f&uuml;r den Zulauf rechtspopulistischer Parteien darstellt. Die Hypothese des Cultural Backlash geht davon aus, dass die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Rechtspopulisten haupts&auml;chlich auf die Ablehnung des kulturellen Wandels, insbesondere im Zusammenhang mit verst&auml;rkten Migrationsbewegungen und einer wahrgenommenen fortschreitenden Liberalisierung der Gesellschaft, zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist.<br>
In unserem Vortrag werden diese drei Erkl&auml;rungsans&auml;tze mithilfe der General Strain Theory (GST) in ein gemeinsames theoretisches Modell eingeordnet und hinsichtlich ihrer Vorhersagekraft in Bezug auf die Wahlabsicht zugunsten der AfD gepr&uuml;ft. Dabei zeigen wir, dass der Cultural Backlash den st&auml;rksten Effekt auf die Unterst&uuml;tzung der AfD ausl&ouml;st, aber auch, dass sowohl sozio&ouml;konomische Deprivation als auch postdemokratische Entfremdungsprozesse eine Rolle spielen &ndash; allerdings, indem sie indirekt &uuml;ber kulturelle Bedrohungsgef&uuml;hle vermittelt werden.</p></description>
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