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Modernisierungsverlierer, Postdemokratie oder Cultural Backlash? Ein integrativer Ansatz drei konkurrierender Thesen zur Erklärung der Wahlpräferenz zugunsten der AfD

Fischer, Jannik M. K.; Farren, Diego


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{"@context":"https://schema.org/","@id":"http://doi.org/10.25592/uhhfdm.18460","@type":"PresentationDigitalDocument","creator":[{"@id":"https://orcid.org/0000-0002-3017-5050","@type":"Person","affiliation":"Universit\u00e4t Hamburg","name":"Fischer, Jannik M. K."},{"@id":"https://orcid.org/0000-0003-1668-2547","@type":"Person","affiliation":"GIGA Institute Hamburg","name":"Farren, Diego"}],"datePublished":"2026-03-09","description":"<p>Der rechtsautorit&auml;re Populismus ist mittlerweile eine feste Gr&ouml;&szlig;e in den politischen Systemen Europas geworden. Im Falle Deutschlands feiert mit der AfD eine besonders radikale Vertreterin dieses Ph&auml;nomens zunehmend Wahlerfolge von der kommunalen bis zur Bundesebene &ndash; trotz aller Kontroversen und der Einstufung mehrerer Landesverb&auml;nde und des Bundesverbands als &bdquo;gesichert rechtsextrem&ldquo; durch die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden des Verfassungsschutzes.&nbsp;<br>\nAls Erkl&auml;rungsans&auml;tze f&uuml;r die Erfolge rechtspopulistischer Parteien in westlichen Demokratien werden vornehmlich drei Hypothesen angef&uuml;hrt: die der Modernisierungsverlierer, der Postdemokratie und des Cultural Backlash. Die Hypothese der Modernisierungsverlierer besagt, dass der objektive und subjektive sozio&ouml;konomische Status die wichtigsten Erkl&auml;rungsfaktoren f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung rechtspopulistischer Akteure sind. Die Hypothese der Postdemokratie besagt, dass eine wachsende Entfremdung zwischen politischen Eliten und den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern sowie die Aush&ouml;hlung demokratischer Normen der zentrale bedingende Faktor f&uuml;r den Zulauf rechtspopulistischer Parteien darstellt. Die Hypothese des Cultural Backlash geht davon aus, dass die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Rechtspopulisten haupts&auml;chlich auf die Ablehnung des kulturellen Wandels, insbesondere im Zusammenhang mit verst&auml;rkten Migrationsbewegungen und einer wahrgenommenen fortschreitenden Liberalisierung der Gesellschaft, zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist.<br>\nIn unserem Vortrag werden diese drei Erkl&auml;rungsans&auml;tze mithilfe der General Strain Theory (GST) in ein gemeinsames theoretisches Modell eingeordnet und hinsichtlich ihrer Vorhersagekraft in Bezug auf die Wahlabsicht zugunsten der AfD gepr&uuml;ft. Dabei zeigen wir, dass der Cultural Backlash den st&auml;rksten Effekt auf die Unterst&uuml;tzung der AfD ausl&ouml;st, aber auch, dass sowohl sozio&ouml;konomische Deprivation als auch postdemokratische Entfremdungsprozesse eine Rolle spielen &ndash; allerdings, indem sie indirekt &uuml;ber kulturelle Bedrohungsgef&uuml;hle vermittelt werden.</p>","identifier":"http://doi.org/10.25592/uhhfdm.18460","keywords":["rechtspopulismus","cultural backlash","postdemokratie","modernisierungsverlierer","wahlverhalten","survey","motra"],"license":"https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode","name":"Modernisierungsverlierer, Postdemokratie oder Cultural Backlash? Ein integrativer Ansatz drei konkurrierender Thesen zur Erkl\u00e4rung der Wahlpr\u00e4ferenz zugunsten der AfD","url":"https://www.fdr.uni-hamburg.de/record/18460","version":"v1"}

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